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Altbauinstandsetzung reell und virtuell
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Langtitel
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Ein Blended Learning-Konzept mit computergestütztem fallbasierten Lernen zur Altbauinstandsetzung
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Lehrfunktion
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- Informationsvermittlung
- Üben u. Anwenden
- Wissenstransfer
- Diskussion u. Austausch
- Feedback u. Lernerfolgskontrolle
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Medieneinsatz
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- Hypertext
- PDF
- Chat
- Newsgroup
- Shared Workspace
- Videokonferenz
- CBT / WBT
- LMS / Lernmanagementsysteme
- Sonstige
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Lehrszenarien
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- Übung
- Praktikum
- Projekt
- Seminar
- Betreuung
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Fachbereich
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- Ingenieurswissenschaften
- Naturwissenschaft und Mathematik
- Sonstiges
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Beschreibung
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Zwei Drittel aller Baumaßnahmen in Deutschland betreffen den Erhalt und
die Instandsetzung von Altbauten. Ein spezieller zweijähriger Weiterbildungsstudiengang mit Masterabschluss wurde konzipiert, so dass er von im Beruf stehenden Personen als Fernstudium
absolviert werden kann. Es liegt ein berufsbegleitendes Blended
Learning-Konzept vor, das den vielfältigen Anforderungen eines
gestalterisch-wissenschaftlich ausgerichteten Studienfachs entspricht.
"Altbauinstandsetzung" ist beispielgebend dafür, wie mit Hilfe digitaler
Medien ein ausgezeichnet aufbereitetes und didaktisch sehr gut
strukturiertes Lehr- und Lernsystem für ein anspruchsvolles,
fallstudienorientiertes Studium mit geringen Präsenzzeiten realisierbar
ist.
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Internet-Adresse
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Verantwortliche Institution
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Universität Karlsruhe (TH)
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Ansprechpartner
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Anette Busse MAS ETH
gta
Fachbereich Architektur
Universität Karlsruhe
Englerstrasse 7
D-76131 Karlsruhe
E-Mail:
altbau@arch.uni-karlsruhe.de
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Zielgruppe
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Postgradualer Weiterbildungsstudiengang (Master) für ausgebildete Architekten,
Bauingenieure sowie auf entsprechenden Gebieten tätige Natur- und
Kulturwissenschaftler mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung. Bei der
Bewerbung wird ein ausführliches Motivationsschreiben erwartet.
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Ziele und Inhalte
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Der Studiengang vermittelt entsprechend den Bedürfnissen der angesprochenen Berufsgruppen Erkenntnisse aus dem Sonderforschungsbereich 315 "Erhalten historisch bedeutsamer Bauwerke - Baugefüge", der zwischen den Jahren 1985 und 2000 bestanden hat.
Studierende sollen lernen, angemessene Lösungen zu finden, die funktionale und formale, aber auch
materielle und bautechnische Aspekte umfassen, unter Einbeziehung der wirtschaftlichen sowie der ästhetischen und ökologischen Möglichkeiten.
Dazu gehört u.a. möglichst zerstörungsarme Untersuchungsmethoden am
Altbau anzuwenden, sensibel Vorerkundungen einzuholen, angepasste und
behutsame Maßnahmen zu wählen, das Expertenwissen also direkt in spezifischen
Situationen anzuwenden. In den Präsenzphasen wird theoretisches Wissen vermittelt sowie Problembewusstsein und Sensibilität für den
Umgang mit der Altbausubstanz gestärkt. In der anschließenden
Fernstudienphase wird eigenständiges und eigenverantwortliches Reagieren
erwartet und Aktivitäten von Seiten der Studierenden eingefordert.
Durch das Blended Learning-Konzept mit intensiver Nutzung des Web ist es
möglich, den Studiengang berufsbegleitend zu absolvieren.
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Didaktisches Konzept
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"Altbauinstandsetzung" nutzt als Blended Learning-Konzept das Potential
digitaler Medien für orts- und zeitungebundenes Lernen: Nach einer gemeinsamen
Exkursion als Auftakt ist nur an etwa 5-6 Tagen im Monat eine Präsenz an der Hochschule erforderlich. Im
webbasierten Fernstudium erfolgt über die Lern- und Verwaltungsplattform
"myMAI" die Betreuung, die Bearbeitung von Fallbeispielen und der Kontakt zu
den anderen Studierenden. Integriert ist die Lernumgebung "
Soon-Trainer
" für die Umsetzung fallstudienbasierter
Szenarien. An die Bearbeitung der themenbezogenen Module schließt sich
eine auf sechs Monate veranschlagte Master Thesis an, bei der eigenständig ein entscheidungsreifes Konzept für die Sanierung
eines alten Gebäudes erarbeitet wird.
Abb.1 : Verwaltungs- und Lernplattform myMai
Für das fallbasierte Lernen innerhalb des Studiengangs bedingen und ergänzen
die Präsenz- und Fernstudienphasen sich gegenseitig. Die Fallbeispiele sind
so aufbereitet, dass Studierende mit Situationen aus dem Planungsalltag
konfrontiert werden (z.B. Kontakt eines Gutachters oder Planers mit dem
Bauwerk oder Bauherrn). Die Situation wird durch eine Beschreibung
repräsentiert, die die zentrale Aufgabenstellung beinhaltet. Damit auch die
praktische Bauerkundung und Raumerfahrung nicht zu kurz kommen, sind in die
Fernstudienphasen einige Präsenztermine kompakt eingebunden.
Bei der Zielgruppe des Studiengangs wird eine hohe intrinsische
Motivation vorausgesetzt. Sie nehmen als Berufstätige bewusst finanzielle
und organisatorische Hürden auf sich und erhalten individuelle Betreuung in inhaltlicher und technischer Hinsicht. Die für
sie neue Situation, über das Netz zu kommunizieren und eigenständig zu
lernen, erfordert ein hohes Maß an Selbstdisziplin. Durch Terminierung der
Aufgaben und die vorgegebene Abfolge der Bearbeitung von Fallbeispielen, Betreuung über das Netz und Korrekturtermine vor Ort wird ein
Rahmen vorgegeben.
In der Lernumgebung "Soon-Trainer" wird festgelegt, wie frei Lernende bei
den Fallbeispielen durch das System navigieren können ("geführter Fall",
"teilweise geführter Fall", "völlig ungeführter Fall".) Angestrebt wird so
wenig Führung, wie die Gegebenheiten des jeweiligen Fallbeispiels es zulassen.
Neben und im Anschluss an automatisierte Fallbeispiele sind in der
Fernlehrphase freiere Übungen und Entwürfe mit kooperativen Lern- und
Betreuungsszenarien entsprechend dem Schwerpunkt der Aufgabe vorgesehen.
Vertiefende Hinweise zu
fallstudienbasiertem Lernen
sowie zur
Gestaltung
multimedialer Inhalte finden Sie in der
Rubrik
Didaktisches Design.
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Curriculare Verankerung
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Der erfolgreiche Abschluss des Studiengangs (nach Annahme der Master
Thesis) führt zu dem Grad eines "Master of Science – Building
Restoration“"(M.Sc.)
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Ergebnisse
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Die jetzige Fassung des Studiengangs und der Software ist das Ergebnis
einer formativen Evaluation der vorangegangenen Kurse.
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Zeitraum
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Der ursprünglich 1997 entwickelte Präsenzaufbaustudiengang wurde ab 2003 zu
einem berufsbegleitenden Blended Learning-Konzept umgestaltet.
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Förderung
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Neben Eigenmitteln der Universität Karlsruhe förderte die
Bund-Länder-Kommission (BLK) 2003-2006 das Fernstudienvorhaben "Semi-medialer
Masterstudiengang Altbauinstandsetzung als Aufbaustudiengang". Außerdem ist
das Projekt Finalist des
MedidaPrix
2006 (unter
den zehn besten Einreichungen).
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Kosten
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Der Master-Studiengang dauert insgesamt vier Semester (24 Monate).
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Rahmenbedingungen
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Auf der Homepage sind Informationsseiten über den Studiengang
einschließlich einer Video-Präsentation verfügbar. Der Zugang zu "myMAI" ist
nur mit Zugangskennung und Passwort möglich.
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Beteiligungen und Kooperationen
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RWTH Aachen, Soon-Systems Ulm (Softwareplattformen), BTU Cottbus, TU
Bergakademie Freiberg, TU Dresden, Polytechnische Universität Tomsk (RUS) –
Niederlassung Karlsruhe (fachliche Zusammenarbeit).
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Technik
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Nutzung
In der fallbasierten Lernplattform "Soon-Trainer" leitet ein virtueller
Tutor die Studierenden durch den Lehrfall und gibt individuelles Feedback zu
Fragen und Entscheidungsmöglichkeiten, stets auf der Grundlage der von den
Lernenden bereits erhobenen Informationen. Als Werkzeuge der
Informationsgewinnung stehen Befragungen, Recherchen, Untersuchungen direkt
am Bauwerk, Map-Menüs mit Grundrissen und Fotografien, kontextbezogene
Fragen und Protokolldateien zur Verfügung. Daneben stehen den Studierenden
in "myMAI" zur
synchronen Kommunikation
Direct-Message-Funktionen,
Chats, Videochats und
Whiteboards
(Adobe Connect Enterprise) zur Verfügung, und zur
asynchronen Kommunikation
Discussion Boards. Auch
Videokonferenz
-Sprechstunden mit dem Betreuer sind möglich.
Benötigte Software
Von den Studierenden wird ein handelsüblicher
Multimedia
-fähiger Rechner (256 GB RAM, 500 MHz Rechenleistung, 20 GB
Festplatte, 1024x768) mit entsprechendem Internet-Zugang (ISDN 128Kbits,
DSL
768 Kbits/s) benötigt, um die Lernplattform nutzen zu können.
Software: aktueller
Browser
mit
CSS,
PDF-Reader
(z.B.
Acrobat Reader).
Flash-Plugin,
Java
1.4, Aktivierung von
Cookies
und
Javascript).
Entwicklung
Die Lernplattform "myMAI" wurde speziell für die Bedürfnisse dieses
Studiengangs geschaffen. Sie basiert auf angepassten Basismodulen der
Plattform "myReiff", die an der RWTH Aachen für die Architekturlehre
entwickelt wurde. Es handelt sich um eine
PHP
/
mySQL
-Anwendung und damit um eine offene, kostenlos zugängliche, leicht
erweiterbare Lösung. Die Eingabe der Lehrfälle in die Lernumgebung
"Soon-Trainer" (für fallbasierte Szenarien) erfolgt mit dem
Autorensystem
"Soon-Builder", das mit einem
Java
-fähigen Browser betrieben wird. Spezielle Medientypen können über
Browser-Plug-Ins genutzt werden.
Technische Hinweise finden Sie in der Rubrik
Medientechnik, insbesondere zu
Lernplattformen/Lernmanagementsystemen
und
Content Management Systemen
sowie zur
Aufbereitung
multimedialer Inhalte.
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