Wie findet man den besten Forex Broker?

Der Forex-Markt ist für Banken, institutionelle Anleger, große Unternehmen, Konzerne, Versicherungen und private Anleger gleichermaßen interessant. Die Zentralbanken haben mit ihrer Geldmarkt- und Zinspolitik einen großen Einfluss auf die Währungsmärkte. Die Broker stellen die vollelektronischen Handelsplattformen zur Verfügung.

Welche Handelszeiten stehen für den Forex Handel zur Verfügung?

Die flexiblen Handelszeiten sind insbesondere für private Anleger interessant, denn sie sind nicht an feste Börsenzeiten gebunden, die um 18:00 Uhr enden. Ferner sind viele Börsenhandelsplätze über das Wochenende geschlossen. Devisen können rund um die Uhr gehandelt werden. Das Trading beginnt am Sonntagabend um 22:00 Uhr und endet am Freitagabend um 23:00 Uhr. Diese Zeitspanne deckt alle unterschiedlichen Zeitzonen weltweit ab.

Wo findet das Forex Trading statt?

Der Handel mit Devisen findet außerbörslich dezentral über elektronische Handelssysteme auf dem OTC-Markt (over the counter) statt, der an keine Öffnungszeiten gebunden ist. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Devisenmärkte am frühen Morgen und während des Tages liquider sind als mitten in der Nacht oder am Wochenende, wenn viele Marktteilnehmer nicht aktiv sind und weniger Währungen ge- und verkauft werden.

Für wen ist der Forex Handel geeignet?

Der Devisen Handel ist sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Trader geeignet, da der Kursverlauf von Währungspaaren vergleichsweise einfach zu verstehen ist. Mit den richtigen Hilfsmitteln für ein effizientes Risikomanagement kann der Währungshandel hohe Renditen einbringen. Zu diesen Hilfsmitteln gehören ein Demokonto, die passenden Handelsstrategien, Analysetools und Funktionen zur Gewinn-Maximierung und Verlust-Begrenzung.

Wie funktioniert das Forex Trading?

Forex BrokerDer Devisenkurs ist abhängig von Nachfrage und Angebot. Die meistgehandelten Währungen sind USD, EUR, JPY, GBP und CHF. Diese Währungen werden als Majors bezeichnet, da sie aus Ländern mit einer vergleichsweise stabilen wirtschaftlichen und politischen Lage kommen. Je unsicherer die politische und wirtschaftliche Ausgangslage eines Landes ist, desto unsicherer ist auch der Handel mit den jeweiligen Landeswährungen. Erfahrene Trader können jedoch auch mit diesen Währungen, die als Exoten bezeichnet werden, gute Renditen erzielen, da die Gewinnchancen aufgrund des involvierten Risikos ungleich höher sind als bei den Majors. Der Währungsmarkt ist äußerst liquide und volatil, was bedeutet, dass Währungen schnell ge- und wieder verkauft werden, weil das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage stimmt und die Kurse ständig in Bewegung sind.

Der Kurs wird immer in Währungspaaren angegeben. Jeder Währung wird ein dreistelliger Code zugeordnet, zum Beispiel EUR oder USD. Die erste Währung des Währungspaares ist die Basiswährung, die zweite ist die Kurswährung (Gegenwährung). Der Devisenkurs zeigt an, wie viel Einheiten der Kurswährung notwendig sind, um eine Einheit der Basiswährung zu kaufen. Devisen werden in Standard-Lots (100.000 Einheiten der Basiswährung), Mini Lots (10.000 Einheiten), Mikro Lots (1.000 Einheiten) und Nano Lots (100 Einheiten) gehandelt. Auf der Handelsplattform werden immer zwei Kurse angegeben: Der Kaufkurs, der auch als Brief- oder Ask-Price bezeichnet wird und den Verkaufskurs, auch Geld- oder Bid-Price. Zum Briefkurs kauft der Trader eine Basiswährung, zum Geldkurs verkauft er sie. Die Währungskurse werden mit fünf Nachkommastellen angegeben, die auch als Punkte oder Pips bezeichnet werden. Der Spread ist die vierte Nachkommastelle, die die Kursänderungen nach oben oder nach unten angibt. Mit diesen Spreads genieren auch die CFD Broker ihre Umsätze und die Trader ihre Gewinne oder Verluste.

Welche Gebühren fallen an?

Wie hoch die Spreads ausfallen, hängt in erster Linie von der Liquidität der Devisenmärkte ab. In handelsarmen Marktzeiten fallen die Spreads weiter, in volatilen Zeiten mit zunehmender Liquidität enger aus. Je enger die Spreads ausfallen, desto höher sind die Gewinne der Trader. Weitere Spreads bedeuten dagegen einen höheren Gewinn für die Online Broker. Die Anleger müssen diese Spreads mit ihren Trades erst verdienen, um einen Gewinn zu realisieren. Die berechneten Spreads betragen in der Regel zwischen 1 und 4 Pips. Die meisten Broker agieren als Market Maker, die im außerbörslichen Direkthandel die Kurse selbst stellen. Sie führen die Orders selbst durch und leiten sie nicht an den Interbankenhandel weiter, daher fallen keine Ordergebühren an, was insbesondere für Vieltrader und Anleger mit kleinen Handelskonten attraktiv ist. ECN-Broker (Electronic Communication Network) leiten die Orders an den Interbankenhandel weiter und berechnen hierfür Gebühren.

Wie sieht ein effizientes Risikomanagement aus?

Market Order: Ein Währungspaar wird zu einem aktuellen Kurs (Marktpreis) ge- oder verkauft.

Limit Order: Der Kauf oder Verkauf eines Währungspaares erfolgt automatisch erst in dem Moment, wo ein zuvor bestimmter Kurswert erreicht wird.

Take Profit Order: Mit dieser Funktion lassen sich „Gewinne mitnehmen“. Der Trader gibt eine Kursobergrenze an, wird diese erreicht, wird die Position automatisch geschlossen und der Gewinn realisiert.

Stop Loss Order: Mit dieser Funktion gibt der Trader eine Kursuntergrenze an und bestimmt, welche Verluste er bereit ist zu tragen. Auf diese Weise lassen sich potentielle Verluste reduzieren und eine Nachschusspflicht vermeiden, da die Position bei Erreichen der Kursuntergrenze automatisch geschlossen wird.

Hebel

Forex TradingBeim Online Broker Vergleich zeigt sich, dass die Broker den Anlegern die Möglichkeit geben, mit geliehenem Kapital zu handeln. Ohne die Hebelwirkung, die die Gewinnchancen nachhaltig erhöht wäre der Devisenhandel für Privatanleger nicht interessant und außerdem zu teuer, da zu hohe Kapitalsummen eingesetzt werden müssen, um überhaupt bedeutende Gewinne zu erzielen. Bei einem Hebel von 1:100 legt der Broker für jeden Euro, denn der Trader einzahlt, 99 Euro obendrauf. Mit einem Kapitaleinsatz von 100 Euro bewegt der Trader eine Kapitalsumme von 10.000 Euro, nach der sich seine Gewinnchancen berechnen. Es sind Hebel bis zu 1:500 möglich. Der Trader muss sich jedoch bewusst sein, dass den Gewinnchancen auch analoge Risiken gegenüberstehen. So kann es zum Verlust des eingesetzten Kapitals und sogar zur Nachschusspflicht (Margin Call) kommen, um die gesamte Handelssumme von 10.000 Euro abzudecken. Um dies zu verhindern muss der Trader die zuvor genannten Tools zum Risikomanagement einsetzen.

Margin

Die Margin ist eine Sicherheitsleistung, die selbst besten Online Broker verlangen, um die Handelspositionen abzudecken. Sie ist abhängig von dem Wert des gewählten Basiswertes und dem Hebel. Manche Broker legen auch eine Margin in Höhe von 1 % fest. Bei einem Kapitaleinsatz von 1.000 € muss der Trader 10 € als Sicherheitsleistung hinterlegen. Über die Margin lässt sich auch der Hebel bestimmen. 1 % bedeutet einen maximalen Hebel von 1:100, eine Margin von 0,25 % einen Hebel von 1:400. Der Trader kann den Hebel selbst bestimmen. Die Margin wird jedoch nicht wirklich abgerufen, denn entweder realisiert der Trader einen Gewinn und erhöht das Kapital auf seinem Handelskonto oder er fährt einen Verlust ein, der zugunsten des Brokers geht. Die Margin garantiert nur, dass der Trader am Devisenhandel teilnehmen kann und dient lediglich als Kontodeckung. Sobald nicht ausreichend Kapitaldeckung auf dem Konto vorhanden ist, übersteigen die Verluste das vorhandene Kapital und ein Margin Call wird ausgerufen, da das Konto wieder mit Geld bestückt werden muss, um Verluste auszugleichen und erneut am Handel teilzunehmen.

Fazit

Der Forex Markt ist der liquideste und größte Finanzmarkt der Welt, auf dem Devisen in Form von Währungspaaren zwischen den Marktteilnehmern direkt gehandelt werden. Der Währungskurs wird auch als Devisenkurs bezeichnet. Er ist abhängig von Angebot und Nachfrage. Die Anleger spekulieren sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse. Durch die Hebelwirkung erhöht sich der Kapitaleinsatz der Anleger um ein Vielfaches und damit die Gewinnchancen, aber auch die Verlustmöglichkeiten. Trader profitieren bereits von geringen Kursschwankungen, je höher diese ausfallen, desto höher sind auch die Gewinnchancen und potentiellen Verluste. Flexible Handelszeiten und ein geringer Kapitaleinsatz machen den Forex-Handel auch für Privatanleger attraktiv. Ebenso besteht die Möglichkeit sein Geld bei binären Optionen Broker oder auf Social Trading Plattformen anzulegen und dort Gewinne zu erzielen.

Forex am 8. November 2016 ist bewertet mit 5.0 of 5